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Archiv für den Monat Oktober 2012

Viele Menschen wissen auch 11 Jahre später noch, wo sie am 11. September 2001 waren, als islamistische Terroristen in gekaperten Flugzeugen die beiden Türme des World Trade Centers in New York zum Einsturz brachten. Vielleicht liegt das am „heiligen Schrecken“, den solche Katastrophen verursachen und der sich in der paradoxen Doppelbedeutung „heilig“ und „verflucht“ des lateinischen Wortes sacer niedergeschlagen hat. Und der wohl auch für die irritierenden Äußerungen des deutschen Komponisten Karlheinz Stockhausen verantwortlich ist, der in einem Pressegespräch auf die Frage eines Journalisten nach seinen persönlichen Empfindungen zu den Attentaten nur fünf Tage später erklärte:

Also was da geschehen ist, ist natürlich – jetzt müssen Sie alle Ihr Gehirn umstellen – das größte Kunstwerk, was es je gegeben hat. Daß also Geister in einem Akt etwas vollbringen, was wir in der Musik nie träumen könnten, daß Leute zehn Jahre üben wie verrückt, total fanatisch, für ein Konzert. Und dann sterben. [Zögert.] Und das ist das größte Kunstwerk, das es überhaupt gibt für den ganzen Kosmos. (Quelle: http://www.stockhausen.org/hamburg.pdf)
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