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Archiv für den Monat September 2012

Gott hat Adam und Eva erlaubt, von den Früchten aller Bäume zu essen, bis auf einen. Das stellt für das erste Menschenpaar zunächst auch kein Problem dar. Um es für den verbotenen Baum zu interessieren, bedarf es in Übereinstimmung mit René Girards mimetischer Theorie eines Dritten, eines Modells. Erst als die Schlange, „schlauer als alle Tiere des Feldes“, die verbotenen Früchte als etwas Besonderes preist, meint Eva, „dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war…“ Das Modell des Begehrens hat die Kraft, aus etwas Unscheinbarem eine außergewöhnliche Sache zu machen. Es verleiht dem Objekt der Begierde den Glanz, der es überhaupt erst begehrenswert aussehen lässt. Diesen Mechanismus macht sich auch eine der populärsten Figuren der Weltliteratur zunutze.
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